Erste geflüchtete Menschen aus der Ukraine in Notunterkunft in Heimenkirch

Bild Notunterkunft Heimenkirch

Lindau, 16. März 2022

 Landrat lobt Helferinnen und Helfer


Gestern Abend sind erstmals 26 Geflüchtete aus der Ukraine in
der Notunterkunft in Heimenkirch aufgenommen worden. Insgesamt kamen per Bus
26 Menschen aus dem Ankerzentrum in Augsburg. Vor Ort wurden sie von Landrat
Elmar Stegmann und weiteren Mitarbeitern des Landratsamtes in Empfang
genommen. Ehrenamtliche Dolmetscher haben unterstützt, das Bayerische Rote
Kreuz hat die Verpflegung übernommen, ein Arzt hat die Menschen bei Bedarf
medizinisch betreut. „Für die ankommenden Menschen war es wichtig, dass sie sich
sicher fühlen können und einen geschützten Rahmen haben. Dies konnten wir auch
Dank der Unterstützung der Helferinnen und Helfer vor Ort bieten“, so Landrat
Elmar Stegmann, der sich persönlich ein Bild von den Abläufen gemacht hat. „Die
gesamte Ankunft verlief ruhig und geordnet. Die Menschen konnten nach einer
Corona-Schnelltestung in der Halle zur Ruhe kommen und wurden mit Essen
versorgt.“ Die Schnelltestungen waren alle negativ. Es sind insbesondere mehrere
Familienverbünde mit kleinen Kindern, die nun vorübergehend in der
Doppelturnhalle untergebracht sind. Zusätzlich zu den 26 Menschen, die direkt aus
dem Ankerzentrum in Augsburg kamen, wurden noch 4 weitere Geflüchtete in der
Notunterkunft aufgenommen, die am gestrigen Tag am Bahnhof in Lindau
angekommen sind.


Wie geht es nun mit diesen Menschen weiter?
Die 26 Menschen wurden bereits im Ankerzentrum in Augsburg ersterfasst und können nun
über die Lindauer Ausländerbehörde nach dem Asylbewerberleistungsgesetz Leistungen
beantragen. Die Geflüchteten sind dann auch krankenversichert und erhalten eine
Arbeitserlaubnis. Parallel dazu werden sie so schnell wie möglich in private oder dezentrale
Unterkünfte im Landkreis vermittelt. In fast allen Gemeinden gab es schon vor dem Krieg in
der Ukraine Helferstrukturen, die nun bei der Betreuung der Menschen eng eingebunden
werden.
Es halten sich bereits viele Geflüchtete aus der Ukraine in privaten Unterkünften im Landkreis
auf und noch ist unklar, ob bereits bei allen die Kontaktdaten ersterfasst wurden. Daher bittet
das Landratsamt nochmals, folgende Hinweise zu beachten:
1. Erstaufnahme der Kontaktdaten in der Doppelturnhalle, Lindauer Straße 20 in
Heimenkirch (erreichbar rund um die Uhr / keine Terminvereinbarung
notwendig):
Eine erste Aufnahme der Kontaktdaten findet in der Doppelturnhalle, Lindauer Straße
20, in Heimenkirch statt. Diese Erstaufnahme ist sehr wichtig, damit wir wissen, wer
sich bei uns im Landkreis bereits aufhält und wo er untergekommen ist.
Bitte unbedingt mitbringen: Ausweispapiere
2. Beantragung von Leistungen im Ausländeramt des Landratsamtes Lindau
(Bodensee), Bregenzer Straße 33 in Lindau (Terminvereinbarung notwendig):
Jeder Geflüchtete, der Sozialleistungen beantragen möchte, eine Krankenversicherung
oder eine Arbeitserlaubnis benötigt, muss - zusätzlich zur Erstregistrierung in
Heimenkirch - einen Termin beim Ausländeramt vereinbaren.
Das Ausländeramt ist für eine Terminvereinbarung telefonisch (08382 270-400) oder
per E-Mail (auslaenderamt@landkreis-lindau.de) erreichbar.
Bitte zum Termin unbedingt mitbringen: Ausweispapiere und biometrisches Foto.
Gerne kann auch folgender Antrag bereits ausfüllt mit zum Termin gebracht werden:
https://www.landkreis-lindau.de/media/custom/2846_856_1.PDF?1524666210. Der
Antrag ist auf der Startseite des Landkreises www.landkreis-lindau.de zu finden unter
TOP-FORMULARE.
Noch ist nicht bekannt, wann weitere Geflüchtete über das Ankerzentrum im Landkreis Lindau
ankommen werden. Eine weitere Zuweisung kann unter Umständen sehr kurzfristig erfolgen.

 


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